Verhalten

Hühner leben in natürlichem Umfeld üblicherweise in kleinen Gruppen zusammen, innerhalb derer sich eine stabile Rangordnung ausbildet. Zu ihren vielfältigen Verhaltensweisen zählen das Picken zur Nahrungs-
aufnahme, Scharren, Flügelschlagen und Staubbaden, das so genannte Hudern, und die Eiablage, aber auch aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen bis hin zum Kannibalismus.

Damit sich die zur Eiererzeugung gehaltenen Legehennen wohl fühlen können, sind daher verschiedene Aspekte zum Schutz des Tieres, zu seinem Verhalten, zur Umwelt und zur Tierbetreuung zu beachten. Hierzu gehören zum Beispiel eine optimale Futter- und Wasserversorgung, ein gutes Stallklima, die tierärztliche Betreuung, die tägliche Kontrolle der Legehennen durch den sachkundigen Betreuer sowie die regelmäßige Reinigung des Stalles und sämtlicher Einrichtungen. In der Freilandhaltung und der ökologischen Erzeugung gilt es zudem, die Legehennen vor Raubtieren, wild lebenden Vögeln und schlechter Witterung zu schützen und ihnen stets einen sauberen Auslauf zu bieten.

In allen in Deutschland zugelassenen Haltungsformen können die Legehennen ihre typischen Verhaltensweisen ausüben. In Abhängigkeit von den Haltungsbedingungen, aber auch von der genetischen Anpassungsfähigkeit, zeigen Hennen jedoch voneinander abweichende Verhaltensmuster. Fehlt zum Beispiel die Bedrohung durch Raubtiere, zum Beispiel bei der Boden- oder Kleingruppenhaltung, so müssen die Hennen nicht mehr durch Weglaufen oder Ducken reagieren.

Neben der Berücksichtigung der Verhaltensweisen für eine tiergerechte Legehennenhaltung muss bei der Eiererzeugung eine Vielzahl von weiteren Kriterien erfüllt sein, die in einem komplexen Zusammenhang zueinander stehen. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen und praktischen Erfahrungen werden die Legehennen-
haltungssysteme daher ständig hinsichtlich der Eiqualität, des Umwelt- und Arbeitsschutzes sowie der Wirtschaftlichkeit überprüft und weiter entwickelt.

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