Geschichte der Legehennenhaltung

Wer war zuerst da, die Henne oder das Ei? Fest steht, dass beide untrennbar miteinander verbunden sind. In vielen asiatischen Ländern lebt der Urahn des Haushuhns (Gallus gallus domesticus) -  das Bankivahuhn – noch heute in freier Wildbahn.. Verschiedene Funde weisen darauf hin, dass in Asien bereits 5.000 Jahre vor Christus Hühner als Hausgeflügel gehalten wurden. Über die Seidenstraße gelangten sie vermutlich nach Afrika und Europa. Eine weite Verbreitung im europäischen Raum erfolgte durch die Römer, die Hühner im großen Stil als Eier- und Fleischlieferanten züchteten. So enthält der landwirtschaftliche Ratgeber des römischen Schriftstellers Lucius Iunius Moderatus Columella († um 70 n. Chr.) zahlreiche Hinweise zur Hühnerhaltung und erwähnt mehrere Rassen.

Eiererzeugung im Wandel der Zeit

Mit der aufkommenden Industrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts musste die immer größer werdende Bevölkerungszahl der Arbeiterschicht mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Um diese Anforderungen zu erfüllen, wurden im Laufe der Zeit zunehmend Legehennen für die Eiererzeugung gezüchtet. Durch die verbesserten Haltungsbedingungen und die gezielte Paarung von Elterntieren mit guten Eigenschaften, begann der Aufschwung der Legehennenhaltung.

Heute lautet das  Ziel, mehr Eier von gesunden Hennen zu erhalten, ohne die Qualität zu vernachlässigen. Im Alter von einem halben Jahr beginnt die Legehenne mit dem Eierlegen. Nach drei Monaten Legetätigkeit hat sie ihr höchste Leistung erreicht, die dann bis zum15. Monat langsam nachlässt. Pro Jahr legt eine Legehenne im Durchschnitt 285 Eier. 

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